Seit 1898 steht das Haus an der Maximilianstraße. Heute wohnen Sie dort, wo einst die Sommerfrischler der Belle Époque abstiegen.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde Berchtesgaden zum Sehnsuchtsort: Die Bahn brachte Gäste aus München, Wien und Berlin, und entlang der neu angelegten Maximilianstraße entstanden Villen, Pensionen und Grandhotels im Heimatstil. 1898 ließ sich hier nach Plänen des Architekten G. Wenig das Hotel Wittelsbach errichten – ein dreigeschossiger Bau mit Risaliten, Zierfachwerk und den schmiedeeisernen Balkonen, die auf den alten Postkarten so gut zu erkennen sind.
Nur zwei Jahre später, 1900, kam der Speisesaal hinzu: ein zweigeschossiger Neurenaissancebau mit Walmdach, Loggien und Terrasse, 1902 noch einmal aufgestockt. Unter dem Hotel verbirgt sich sogar eine Wegkapelle aus dem Jahr 1669, die beim Bau überbaut wurde. Das gesamte Ensemble steht heute unter Denkmalschutz (Bayerische Denkmalliste, Nr. D-1-72-116-96).
Über 125 Jahre lang wurden hier Gäste empfangen – vom Kurgast mit Koffer und Hut über die Käfer-Fahrer der Wirtschaftswunderjahre bis zu den Wanderern und Skifahrern unserer Tage. 2023 ging im Hotel Wittelsbach das Licht aus; zuletzt hatte es 29 Zimmer mit 64 Betten.
Mit viel Respekt vor der historischen Substanz wurde das Haus anschließend saniert. Fassade, Balkone und die Ladenzeile zur Maximilianstraße blieben erhalten, innen entstanden 17 Apartments mit Fischgrätparkett, Fußbodenheizung und moderner Haustechnik. Seit April 2025 heißt das Haus Alpine Apartments Maximilian – und empfängt wieder Gäste, so wie seit 1898.
Alte Postkarten und Fotografien der Maximilianstraße. Zum Vergrößern anklicken.
Bildunterschriften nach bestem Wissen; Datierungen teilweise geschätzt. Hinweise und weitere historische Aufnahmen nehmen wir gern entgegen.